Einige Gedanken zur Wiedergeburt von Tieren

Immer wieder stoßen ich und meine Kursteilnehmer des Spezialkurses bei Gesprächen mit verstorbenen Tieren auf das Thema Wiedergeburt, sodass es Zeit wurde, dass ich mich nun mit diesem so spannenden und facettenreichen Thema näher auseinander setze.

Wir begeben uns natürlich mit diesem Thema in den Bereich des Glaubens und da gehen bekanntlich die Meinungen auseinander. Doch viele Tiere haben mir von Wiedergeburt erzählt und dabei deckt sich so vieles und erscheint so vieles glaubwürdig, sodass ich es für mich als meine Wahrheit anerkannt habe, dass die Seele nicht nur einmal auf die Erde kommt, sondern ganz viele Male. Wenn du als mein Leser anderer Meinung bist, ist das völlig legitim. Jeder Mensch und jedes Tier darf seine eigene Wahrheit haben. Ich kann dir keine absolute Wahrheit anbieten, sondern nur von meinen Erfahrungen berichten.

 

Um mich diesem Thema zu nähern, muss ich zuerst einmal ausholen. Im Himmel, so berichten mir die verstorbenen Tiere, gibt es im Grunde drei Wege, die man gehen kann (die aber auch im nacheinander eingeschlagen werden können):

 

Der erste Weg ist der, dass man nun für längere Zeit im Himmel bleibt und sich „ausruht“, wie mir beschrieben wurde. So ein Leben in einem kleinen Tierkörper, noch dazu wenn man sehr alt oder krank war, kann ganz schön anstrengend sein für eine Seele, deren normaler Seinszustand frei, leicht und unendlich groß ist. Da ist es verständlich, wenn man nach so einem anstrengenden Leben mal eine Weile das Leben Leben sein lassen möchte und sich ausruht.

 

Der zweite Weg ist der, dass man im Himmel eine Aufgabe übernimmt, sich um die Neuankömmlinge kümmert, Schutztier für lebende Tiere wird, Lehrer für andere verstorbene oder lebende Seelen oder eine andere Aufgabe übernimmt. Dies geschieht meist nach dem Ausruhen, wenn die Seele spürt, dass es Zeit für eine Weiterentwicklung wird).

 

Der dritte Weg ist der, dass man wieder in einen Körper inkarniert.

 

Und jetzt wird es wirklich spannend, denn hier gibt es so viele Möglichkeiten wie es Tiere gibt. Manche Tiere wissen ganz genau, als was sie inkarnieren. Sie können Rasse, Farbe, Geschlecht, Geburtszeitraum, Ort und so weiter nennen. Andere wiederum wissen das alles zwar, möchten es aber nicht sagen. Andere Tiere wiederum wissen noch gar nichts, sondern vertrauen darauf, dass alles richtig sein wird, so wie es eben sein wird.

 

Eine der am häufigsten gestellten Fragen der trauernden Menschen ist der, ob das geliebte Tier wieder zu ihnen zurück kommt, in einem neuen Körper. Bei der Antwort darauf sind die meisten Tiere sehr vorsichtig, und das hat einen bestimmten Grund: Sie möchten, dass die Menschen sich mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen nicht die Trauer nehmen. Denn die Trauer und die Leere zu spüren ist so enorm wichtig für das weitere Leben, dass man sie auch wirklich erleben sollte, so weh es auch tut. Erst wenn dieser Schmerz überwunden ist und man spürt, dass man bereit ist für ein neues Tier, sollte man sich überhaupt erst mit dem Gedanken befassen, dass es eventuell das verstorbene Tier sein könnte, das man nochmals in einem anderen Körper treffen darf.

 

Ich persönlich glaube, dass der Wunsch, das geliebte Tier im nächsten Leben nochmals zu treffen, aus der Angst vor dem letzten Abschied entsteht. Die Angst vor dem endgültigen Loslassen. Doch wenn wir erst einmal begreifen, dass es gar keinen Abschied zu geben braucht, da wir alle stets miteinander verbunden sind, wir alle Seelenteile einer ganz großen Seele, der Weltseele, sind, dann macht uns auch der Tod keine Angst mehr.

Dies widerspricht natürlich nicht der Erfahrung, die viele Menschen bereits mit ihren Tieren gemacht haben, nämlich dieses ein weiteres Mal auf Erden zu treffen. Auch mit meinem Hund Dave  durfte ich bereits sein früheres Leben als Ratte Lennon an meiner Seite teilen. Unsere "gemeinsame Geschichte" war nach dem Tod meiner Ratte noch nicht zu Ende und so inkarnierte die Seele nochmals ganz in meiner Nähe. Wer weiß schon, wie viele Leben wir bereits miteinander verbracht haben und noch werden.

 

Eine Frage, die mir oft gestellt wird ist, ob man mit einer Seele im Himmel noch Kontakt haben kann, obwohl diese bereits wieder auf der Erde inkarniert ist. Die Antwort darauf lautet Ja, denn mit diesem Teil der Seele, der auf der Erde in Jimmys oder Maxis Körper inkarniert war, kann man für alle Zeit sprechen. Denn diese Energie, diese Erinnerung an dieses eine bestimmte Leben, bleibt im Himmel und somit in diesem Energiefeld gespeichert. Denn es inkarniert nicht immer die komplette Seele, sondern stets nur ein Teil davon. Und mit diesem Teil, der einst unser geliebtes Haustier war, kann man somit auch später noch sprechen, auch wenn sich schon ein anderer Teil seiner großen Seele wieder auf der Erde befindet. Dies ist natürlich wissenschaftlich nicht bewiesen, sondern spiegelt meine persönliche Meinung wieder, die ich mir im Laufe der vielen Gespräche mit Tieren und Kollegen sowie beim Lesen vieler Bücher angeeignet habe.

 

 

Eine weitere Frage, die immer wieder aufkommt ist die, ob sich die Tiere an ihre früheren Leben erinnern. Ja und nein, und zwar genauso wenig oder viel wie das auch die Menschen tun. Im normalen Tagesbewusstsein kommt man nur selten an Informationen aus früheren Leben heran, doch während einer Meditation oder Rückführung kann man sich frühere Leben anschauen und eventuelle Blockaden und Verstrickungen, die man bis ins heutige Leben mitgetragen hat, lösen.

 

Viele Menschen, die an Wiedergeburt glauben, können sich trotzdem nicht vorstellen, dass Tiere als Menschen wiedergeboren werden oder Menschen als Tiere. Und wenn überhaupt ein Wechsel der Arten stattfindet, dann nur von Tier zum Menschen, nicht aber wieder zurück. Doch meine Erfahrung lehrt mich, dass es alle möglichen Veränderungen gibt – auch vom Mensch wieder zum Tier. Denn sind wir uns ehrlich: Was genau ist denn der Unterschied zwischen Mensch und Tier, spirituell gesehen? Wir alle sind Seelen in einem Körper. Und in jedem Körper kann man zahlreiche Erfahrungen machen – die Ameise lernt im Leben andere Dinge als der Elefant, der Wal oder der Mensch. Deshalb gibt es meiner Meinung nach keine Stufenleiter der Wiedergeburt, doch auch das ist, wie gesagt, mein ganz persönlicher Glaube.

 

Nachtrag: Nachdem ich heute Nachmittag den Beitrag online gestellt hatte, sah ich mir am Abend den Film Cloud Atlas an (übrigens ein überaus empfehlenswerter Film!) und musste über die Synchronizität schmunzeln, denn immer wieder hört man in dem Film: "Unsere Leben gehören nicht uns. Von der Wiege bis zur Bahre sind wir mit anderen verbunden. In Vergangenheit und Gegenwart. Und mit jedem Verbrechen und jedem Akt der Güte erschaffen wir unsere Zukunft." ...