Newsletter November 2019


Liebe Leserin, lieber Leser,

in der Nacht von 31. Oktober auf 1. November feierten wir das keltische Fest Samhain, das den Beginn des neuen Keltenjahres einläutet. Der Name lässt sich mit "Ende der Sommerzeit" übersetzen und es ist das wichtigste keltische Fest im ganzen Jahr. Wir sind nun also endgültig den Schritt vom Sommerhalbjahr ins Winterhalbjahr gegangen und es ist Zeit, Altes loszulassen, sich zurückzuziehen und auszuruhen. Leben und Tod, Tag und Nacht verschmelzen miteinander und die Schleier zwischen den Welten sind derzeit am Dünnsten. Wir gedenken den Verstorbenen, danken ihnen für die gemeinsame Zeit und suchen das Gespräch mit ihnen - all dies sind Themen des aktuellen Newsletters.


Krafttier November - Wal

Sehr gerne stelle ich dir im Laufe des Jahres zwölf Krafttiere und deren Botschaften sowie Symbole vor.

„Ich, der Wal, schenke dir Kraft und Mut, dich deinen Gefühlen hinzugeben

und dich in die Tiefe deines Seins fallenzulassen. 

Am Grund deines Seins erwartet dich uraltes Wissen und die Welt und dich,

durch das du die Welt heilen kannst, indem du deine Lebensausgabe erkennst und sie verwirklichst. 

Denn genau so wie wir Wale unser ureigenes Lied singen, schlummert auch in

dir dein ganz persönliches Lied, auf das die Welt wartet. 

Ich schenke dir das nötige Urvertrauen, um deinen Weg gehen zu können

und heile mit meiner Kraft und gleichzeitigen Sanftheit alles in dir, 

was Heilung bedarf. 

Es wird Zeit, dich mit mir gemeinsam in die Tiefen des Meeres zu begeben,

in die Tiefen deiner Gefühle und deiner Seele, um Vertrauen und Kraft

zu tanken und um dein wahres Wesen zu erkennen.“

 

Erfahre hier mehr über meine Krafttiersymbole.


Gedenkkreis für unsere Tiere im Himmel

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"Eng vertraute Lebensgefährten sterben nicht von uns weg, 

sondern in uns hinein - die Erinnerung wird bleiben"

 

Ich danke euch von ganzem Herzen, dass ihr auch heuer so zahlreich mitgemacht und diesen Kreis dadurch zum Leben erweckt habt. Während ich in der Nacht von 31. Oktober auf 1. November die Namen in den Kreis geschrieben und danach die Symbole und Steine aufgelegt hatte, war mein Zimmer hell erleuchtet von der Liebe und dem Frieden all unserer Tiere - und ist es jetzt noch. 

Lasst uns an den kommenden Abenden gemeinsam unserer liebsten Tiere gedenken, eine Kerze anzünden und uns lustige und berührende Geschichten über sie erzählen und so unseren Dank an die gemeinsame Zeit ausdrücken.

 

Auch bitte ich euch, der zahlreichen Tiere zu gedenken, die in den Schlachthöfen, Zoos, Tierheimen, Wäldern und auf der Straße ihr Leben gelassen haben. Zünden wir auch für all jene eine Kerze an, die namenlos sterben mussten. 

 

Du kannst dir sehr gerne den Gedenkkreis für dich daheim herunterladen und ausdrucken: 

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Gedenkkreis 2019 zum Download
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Meine Angebote für deine Lieben im Himmel

Da der November eine Zeit ist, in der wir unseren geliebten Vierbeinern im Himmel gedenken, möchte ich dir gerne vorstellen, auf welche Arten ich dich dabei unterstützen kann, Kontakt mit deinen Tieren herzustellen und Frieden einkehren zu lassen:


Online-Begleitung "Mit unseren Tieren durch die Raunächte"

Bald ist es wieder soweit und die magische Zeit des Jahres beginnt ...  Die Raunächte sind die Nächte und Tage rund um Weihnachten und Neujahr und diese werden vielerorts mit verschiedenen Brauchtümern und Ritualen gefeiert. Diese Zeit kann zum Räuchern, Orakeln und vor allem zum Innehalten und Reflektieren genützt werden. Auch tut es gut, in dieser Zeit das alte Jahr loszulassen und sich auf das neue Jahr einzustimmen.

 

In meiner Online-Begleitung geht es zusätzlich dazu auch darum, die Tiere einzuladen, mit uns diese Zeit zu verbringen, ihnen zuzuhören und ihnen Raum zu geben. So wird es immer wieder Botschaften unserer Tiere und Krafttiere an uns geben. Ich würde mich sehr freuen, auch DICH und deine Tiere während dieser beiden Wochen von Weihnachten bis zum Dreikönigstag begleiten zu dürfen. 

 

Für Alle, die bereits die letzten beiden Jahre mit dabei waren, gibt es dieses Jahr einige Neuerungen, ihr könnt also gespannt sein 🤩 Und selbstverständlich gibt es für alle Teilnehmer des vergangenen Jahres einen Spezialpreis als Dankeschön für eure Treue. 

 

Mehr Infos zu diesem Kurs findest du hier.


Das Märchen von der traurigen Traurigkeit

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Bei einer zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub auf dem Wege saß, schien fast körperlos. Sie erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: „Wer bist du?“

Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. „Ich? Ich bin die Traurigkeit“, flüsterte die Stimme stockend und leise, dass sie kaum zu hören war.

„Ach, die Traurigkeit!“ rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte grüßen.

„Du kennst mich?“ fragte die Traurigkeit misstrauisch.

„Natürlich kenne ich dich! Immer wieder hast du mich ein Stück des Weges begleitet.“

„Ja, aber…“, argwöhnte die Traurigkeit, „warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?“

„Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, daß du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?“

„Ich… bin traurig“, antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.

Die kleine alte Frau setzte sich zu ihr. „Traurig bist du also“, sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. „Erzähl mir doch, was dich so bedrückt.“

Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.

„Ach, weißt du“, begann sie zögernd und äußerst verwundert, „es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest.“

Die Traurigkeit schluckte schwer. „Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muß sich nur zusammenreißen. Und spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen.“

„Oh ja“, bestätigte die alte Frau, „solche Menschen sind mir schon oft begegnet.“

Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. „Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu.“

Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.

Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlte, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. „Weine nur, Traurigkeit“, flüsterte sie liebevoll, „ruh‘ dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt.“

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: „Aber … aber – wer bist eigentlich du?“

„Ich?“ sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. „Ich bin die Hoffnung.“

(c) Inge Wuthe


In diesem Sinne: Auch wenn dich diese Jahreszeit und das dunkle und kalte Wetter traurig machen, so vertraue darauf, dass auch diese Zeit ihre Berechtigung hat und denke daran: der nächste Frühling kommt bestimmt...

Ich wünsche dir und deinen Lieben

ein sanftes Ankommen in der kalten Jahreszeit,

gemütliche Stunden mit Tee und Wollsocken auf der Couch,

entspannte Abende bei Kerzenschein,

den ersten leckeren Glühwein am Adventmarkt,

wunderbare Spaziergänge im Nebel

und Sonne im Herzen.

 

Einen schönen November wünscht von Herzen

Christina